Meine Liebe zu den stolzesten Wesen auf der Welt – Pferde
Arbeit in der klassischen Reitweise, Handarbeit nach klassischen Prinzipien und Pferdefotografie.
Für die Monate Juni-Dezember 2025 bin ich in Portugal für ein Praktikum bei Goncalo Linhas und Laura Gosch um noch tiefer in die klassische Dressur einzutauchen.
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Klassische Dressur
Für mich ist die klassische Dressur weit mehr als nur eine Reitweise – sie ist eine Lebenseinstellung und ein Weg eine ehrliche Verbindung zwischen Pferd und Reiter zu schaffen. Sie basiert auf gegenseitigem Respekt, Geduld, Disziplin und dem unermüdlichen Streben nach Leichtigkeit.
Im Mittelpunkt steht für mich die gesunderhaltende und faire Ausbildung des Pferdes. Ziel ist es, ein starkes und stolzes Pferd zu formen, das sich mit Freude und Leichtigkeit bewegt. Durch kleinschrittige, logisch aufgebaute Arbeit entsteht ein fein gymnastiziertes Pferd, das in Balance, Ausdruck und Kraft wächst. Besonders wertvoll ist dabei der Weg – das Begleiten des Pferdes über Jahre und das gemeinsame Wachsen an Herausforderungen.
Meine Ausbildung basiert auf den Prinzipien der klassischen Reitkunst, die seit Jahrhunderten dazu dienen, das Pferd gesund, tragfähig und in Balance zu erhalten. Im Mittelpunkt stehen Leichtigkeit, Harmonie und eine faire, feinfühlige Kommunikation zwischen Pferd und Reiter. Dabei ist die Légèreté – die Kunst der Leichtigkeit – ein zentraler Gedanke meiner Arbeit: das Pferd soll seine Bewegungen frei, ohne Zwang und mit innerer Bereitschaft ausführen.
Die Lektionen sind für mich kein Selbstzweck oder zur Schaustellung gedacht. Sie dienen dazu, das Pferd körperlich und geistig zu formen, seine Geschmeidigkeit und Tragkraft zu entwickeln und es in ein funktionales, starkes und elastisches System aus Muskulatur und Bändern zu führen, das es bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig hält. Besonders wichtig ist mir dabei, vorhandene Kompensationsmuster zu erkennen und behutsam aufzulösen – denn viele Pferde kommen bereits mit einem „Rucksack“ aus körperlichen Themen und Bewegungsfehlern.
Die Ausbildung erfolgt immer unter Berücksichtigung des individuellen Charakters, des körperlichen Zustands und der Vorgeschichte jedes Pferdes – nicht das Alter bestimmt, was ein Pferd leisten kann, sondern sein Vertrauen, seine Bereitschaft und seine körperliche Verfassung.
„Ein Pferd ausbilden heißt vor allen Dingen zu fühlen und sich zu zwingen, nachdem man gefühlt hat, zu helfen und nicht zu zwingen.“
Nuno Oliveira
Genauso gilt das für den Reiter. Die Arbeit an sich selbst – an Haltung, Balance, Sitz und innerer Einstellung – ist oft der herausforderndste Teil dieser Kunst. Es erfordert Ehrlichkeit, Geduld und die Bereitschaft, sich selbst immer wieder zu hinterfragen. Es ist nicht schlimm, etwas nicht zu können. Wichtig ist, offen für Entwicklung zu sein und Freude an diesem Weg zu haben.
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Über mich
Katharina Dick
Die Leidenschaft für Pferde begleitet mich, seit ich denken kann. Von klein auf faszinierte mich die Idee, ein harmonisches, feines Miteinander zwischen Pferd und Reiter zu erreichen. Mein reiterlicher Weg begann klassisch im Turniersport der FN-Reiterei, doch der Wunsch nach mehr Leichtigkeit und echter Kommunikation führte mich schon früh dazu, über den Tellerrand zu blicken.
In meiner Zeit als Reiterin durfte ich in unterschiedlichen Disziplinen wertvolle Erfahrungen sammeln – vom Springreiten über das Distanzreiten, die Westernreiterei bis hin zur Working Equitation. Jede dieser Reitweisen, jeder Pferdetyp und jeder Ausbilder hat mich geprägt und mein Verständnis für feines, durchdachtes und pferdegerechtes Reiten erweitert. Diese Vielfalt hat mir gezeigt, dass es nicht die eine richtige Methode gibt, jede Reitweise hat schlechte Seiten und gute Seiten.
Ein besonders prägender Einfluss war 2013 ein Praktikum bei Ernst-Peter Frey. Hier begegnete ich dem alt-kalifornischen Stil, der Doma Vaquera und den Prinzipien der klassischen Reitkunst. Ich begann, mich mit den alten Meistern wie Baucher und Guérinière zu beschäftigen, lernte die Bedeutung von feiner Handarbeit, Bodenarbeit und präzisem Timing kennen und erkannte erstmals die Parallelen zwischen Arbeitsreiterei und klassischer Dressur.
In der Folgezeit vertiefte ich meine Kenntnisse der Arbeitsreiterei weiter bei Thomas Türmer und Jean-Pierre Godest, die mir die praktische Anwendung der Rinderarbeit und Lektionen aus der Working Equitation näherbrachten.
Mein Wunsch, die klassische Dressur noch tiefer zu verstehen, führte mich zu Leonie Bühlmann, bei der ich erstmals Unterricht nach klassischen Prinzipien erhielt. Ich nahm Unterricht bei Lehrern verschiedener klassischer Schulen – von der akademisch-barocken Reitweise über Ansätze der Légèreté bis hin zur klassischen Dressur nach den Lehren Nuno Oliveiras.
In den letzten Jahren habe ich mein Studium der klassischen Dressur stark intensiviert. Ich nahm regelmäßig Unterricht bei Alexandra Stärk und vertiefte mein Wissen durch intensives Selbststudium. Diese Zeit hat mein Verständnis für die klassische Arbeit und die feine Kommunikation mit dem Pferd entscheidend geprägt. Ich konnte meine Fähigkeiten spürbar weiterentwickeln und meinen reiterlichen Anspruch auf ein neues Niveau heben.
Um diesen Weg konsequent weiterzugehen, freue ich mich sehr darauf, ab Sommer 2025 für ein halbes Jahr als Praktikantin in Portugal bei Gonçalo Linhas und Laura Gosch zu leben und zu arbeiten. Dort werde ich die Prinzipien der klassischen Dressur noch einmal aus einer intensiveren Perspektive auf hohem Niveau erleben und mein Wissen weiter vertiefen.
Für mich ist die arbeit nach den klassischen Prinzipien eine Philosophie mit der ich mich identifiziere aber auch weiter neugiereig bleibe. Ich schätze vielseitige Pferde und bin überzeugt, dass auch ein klassisch ausgebildetes Pferd von abwechslungsreicher Arbeit profitiert – sei es bei einem kleinen Sprung, an der Garrocha, im Gelände oder bei der Arbeit an Rindern. Denn ein selbstbewusstes, motiviertes Pferd, das stark ist und Freude an der Arbeit hat, ist die beste Grundlage für feine, harmonische Reitkunst.
Meine Lehrer
Alexandra Stärk Gonçalo Linhas Laura Gosch Ernst-Peter Frey Leonie Bühlmann Elke Gaiser Thomas Türmer Jean-Pierre Godest
Panel 3
Pferdefotografie
Eure Freundschaft
„Man versteht nur die Dinge, die man zähmt, sagte der Fuchs. Die Menschen haben keine Zeit mehr, um etwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Da es aber keine Läden für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, dann zähme mich!“ – Aus der kleine Prinz
Die Freundschaft zwischen Pferd und Mensch fest zu halten ist meine Mission.
Meine Bilder sind emotional, tiefgründig und fantasievoll, dabei ist mir das erhalten
der Natürlichkeit am wichtigsten. Halte eure Freundschaft fest in Bildern die
die Zeit überdauern werden. Lasst uns der Welt zeigen wie stolz und wundervoll dein Pferd ist.
Pferde
Panel 4
Kontakt
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